Gemeinde Seck Bergstraße 18-20 56479 Seck info@gemeinde-seck.de +49 (0) 2664 / 229 http://www.gemeinde-seck.de
Bitte beachten Sie: E-Mails werden nicht jeden Tag abgerufen. Daher kann der Eingang einer Antwort einen Zeitraum von mehreren Tagen bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Es wird um Verständnis gebeten, dass Anfragen nur beantwortet werden, wenn der Anfragende neben seiner E-Mail-Adresse wahrheitsgemäß seinen vollständigen Namen und seine vollständige Postadresse angibt. Sprechzeiten des Ortsbürgermeisters: Dienstags von 18:00 bis 19:30 Uhr im Rathaus, oder nach Vereinbarung.

Freiwillige Feuerwehr

Das Dorf Seck blieb in seiner wechselvollen Geschichte von großen Bränden nicht verschont. In der Nacht vom 28. auf den 29.

Juni 1878 brach gegen ein Uhr ein Brand im Haus des Georg Hölper aus, der rasch auf vier andere Häuser übergriff sowie vier

benachbarte Scheunen einäscherte. Dabei fing der Kirchenturm Feuer und brannte wie eine Kerze ab. Die Glocken schmolzen,

das Feuer griff auf das Schiff über und vernichtete die spätromanische Pfeilerbasilika aus dem 13. Jahrhundert. Die Bevölkerung

stand dieser und ähnlichen Brandkatastrophen oft hilflos gegenüber.

Dies änderte sich erst seit Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Seck erfolgte am 1.

März 1911. Der Mitgliederstand betrug damals 35 aktive Feuerwehrleute. Allein die persönliche Ausrüstung kostete laut

Inventarverzeichnis 882,55 RM, was bei der damaligen Einwohnerzahl von Seck beachtliche Kosten für den Gemeindehaushalt

darstellte. Erster Kommandant war Theodor Hastrich, Zimmermann, der im Jahre 1921 von Georg Schmidt, Landwirt, abgelöst

wurde. Unter dem Kommandant Albert Schönberger, der dieses Amt von 1934 bis 1946 versah wurde in 1938 eine erste

Motorspritze, eine Flader-Tragkraftspritze 4/4 angeschafft. Im gleichen Jahr wurde auch das neue Gerätehaus seiner Bestimmung

übergeben. Im Jahre 1946 übernahm Johann Schönberger, Kreisoberinspektor, das Amt des Wehrführers. Sein Nachfolger wurde

1957 Edmund Orth, Polizeibeamter i. R.. Während seiner Dienstzeit wurde1959 eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 angeschafft, die

bis zum Jahre 1983 benutzt wurde. Im Jahre 1959  erhielt die Feuerwehr ihr erstes Fahrzeug. Es handelte sich um ein

ausrangiertes Postauto, welches von den Mitgliedern in Eigenleistung zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut wurde.

Ein Freudentag in der Geschichte der FFW war der 11. Juni 1972. Hier konnte das neue Einsatzfahrzeug, ein TSF, seiner

Bestimmung übergeben werden. Die somit fortschreitende technische Entwicklung in der Ausrüstung zeigte sich mit dem

Einbau eines Funkgerätes in das Fahrzeug. Eine ebenfalls installierte Sirenenfunksteuerung hatte den Vorteil, dass bei einem

eingehenden Notruf bei der Polizei nicht erst der Wehrführer telefonisch verständigt werden musste und dieser per Hand die

Sirene auslöste, sondern direkt per Funk in der Polizeiinspektion die Sirene in Seck ausgelöst werden konnte. Heute ist die Technik

weiter fortgeschritten. In Seck wird nur noch die Stille Alarmierung vollzogen. Jeder Feuerwehr-mann/Frau, verfügt über einen

Funkmeldeempfänger(Funkalarm wird von der Rettungsleitstelle in Montabaur ausgelöst) der es Ermöglicht die Einsatzkräfte

auch außerhalb der Gemeinde mit direkter Durchsage des Einsatz-geschehens zu alarmieren. Ein weiterer vorteilhafter

Nebeneffekt ist bei nächtlichen Einsätzen kein Lärmgeräusch durch die Sirene. 1967 übernahm Rudi Güth, Schreinermeister, das

Amt des Wehrführers. In seiner Amtszeit erhielt die Feuerwehr Seck einen sprunghaften Fortschritt. So konnte die Wehr 1994 ein

modernes Wasserführendes Löschfahrzeug LF 8/6 in Empfang nehmen. Ausgestattet für Brandeinsätze und technische Hilfe (z. B.

Verkehrsunfälle). Somit war und ist die Wehr in der Lage außerhalb des innerörtlichen Wassernetzes bei Brandeinsätzen z.B. PKW-

Bränden auf Landstraßen, Hilfe zu leisten. Wehrführer Stefan Jung, Schriftsetzer, wurde 1995 Nachfolger von Rudi Güth. Er hatte

das Amt bis 2005 und gab es dann an Jürgen Simon, Elektromeister.

Heute verfügt die Wehr über zwei moderne Fahrzeuge, einem Anhänger mit zweiter Geräteausrüstung die es ermöglicht einen

Brand unabhängig vom Löschfahrzeug zu bekämpfen und einer fahrbaren Feldküche im Volksmund auch Gulaschkanone

genannt. Den 21 Aktiven Feuerwehrfrauen und-Männer stehen für ihre Arbeit, nur um einige zu nennen, sehr moderne

Gerätschaften zur Verfügung: Hochleistungsfähiger Stromerzeuger, Atemschutzgräte im Geräteraum des Fahrzeuges sowie im

Fahrgastraum zur Ausrüstung während der Anfahrt, mehrere Handsprechfunkgeräte u.a. mit Totmannschaltung,

Hochleistungslüfter, Geräte zur Hochwasser-beseitigung sowie für Kaminbrände, Geräte für Verkehrssicherungen, Schaumrohre

und Zumischer mit 1100 Liter AFFF Schaummittelkonzentrat. Außerdem bei uns im Einsatz ein Hydraulisches- Kombi-

Rettungsgerät und ein Rettungszylinder von Lukas zur Befreiung von eingeklemmten Personen an verunfallten Fahrzeugen. Für

die Handhabung und Bedienung dieser hoch-modernen Geräte bedarf es einer guten Aus- und Weiterbildung. Dies wird

natürlich in der Feuerwehr an erster Stelle gesetzt. Regelmäßig und nach Möglichkeit nehmen die Aktiven an

Fortbildungslehrgängen teil um sich für die vielfältigen Einsatzsituationen fit zuhalten.

Das 1992 für die heutigen Anforderungen renovierte Feuerwehr-gerätehaus bietet genügend Platz und Räumlichkeit für die

Einsatzkräfte und die Jugendfeuerwehr. Es ermöglicht ihnen im Bereich Schulungen und Ausbildungen sowie Pflege und

Reparatur von Geräten und Ausrüstung auf optimale Räumlichkeiten zu zugreifen. Auch die Vor- und Nachbearbeitungen von

Übungen und Einsätzen bieten dem Wehrführer durch Büro und Kommunikation hervorragende Möglichkeiten.